Da tut' sich (endlich) was!

Aylostera
Abb. 1: Ein gern gesehener Anblick

Ein langer, zäher Winter zehrter an den Nerven und ließ bei mir die Ungeduld wachsen. Während die Kakteenfreunde in Deutschland schon seit einer Weile ihre Pflanzen im Sommerquartier platzieren konnten, so war hier noch lange nicht dran zu denken. Ich hatte meine Rebutien & Aylosteras testweise seit Anfang März in einem Lichtzelt versehen mit 2 Pflanzenlampen und Ventilatoren. Da die Kunst der Kakteenpflege ist einen Ausgleich zwischen dem Unterlassen und dem aktiv sein zu finden so ließ ich die Pflanzen einfach mal 2 Wochen ungeachtet für sich. Per Zeitschaltuhr lief alles automatisch ab. 

Kakteen im Lichtzelt
Abb. 2: Das kam etwas unterwartet.

Als Fazit: Mit modernen Pflanzenlampen fehlt es den Kakteen defintiv nicht an Licht. Nun gab es ein kleines Problem: Die Luftfeuchte war ausgesprochen niedrig und ich sah bei einigen Pflanzen einen Spinnmilben-Befall. Ein furchtbarer Anblick. Auch das Phänomen, dass einige Kakteen "kegelig" letztes Jahr gewachsen sind trotz ausreichend hoher Lichtmenge - vielleicht kennst Du lieber Leser die Ursache, ich würde mich da über Kommentare freuen. 

Frühbeet
Abb. 3: Ein klassisches Frühbeet aus Holz.

Neben den vorhanden Frühbeeten so entschied ich mich einen Klassiker in den Garten zu stellen, ein Frühbeet ohne Schnickschnack, doch bedarf es etwas Vorarbeit, so dass der Spaß länger als eine Saison hält. Die Oberfläche ist mit "Edelholzöl" behandelt und schützt effktiv vor Witterung. Außerdem sind die Stellen, wo Stegplatte auf Holz trifft mit Silikon für den Außenbereich abgedichtet. Die Unterkonstruktion ist absichtlich nicht ganz dicht um Staunässe zu verhindern und verbesserter Luftzirkulation im halb-geöffneten Zustand. Das Behandeln des Frühbeetes hat einiges an Zeit in Anspruch genommen, doch am Ende wird es das wert gewesen sein. Diese günstigen Modelle aus Holz sind meistens auch nicht besonders passgenau, aber erfüllen ihren Zweck. 

Frühbeet mit Klötzern
Abb. 4: Am Tage bei Sonne ist das Frühbeet stets etwas geöffnet - bei Wärme auch komplett offen.

In einem Artikel schrieb ich über mögliche Nachteile von Doppelstegplatten und deren UV-Durchlässigkeit. Nun ist mein Ziel den Pflanzen so viel ungefiltertes Licht wie möglich zu geben & im voll geöffneten Zustand spielt es wohl keine Rolle, aus welchem Material die Elemente sind. Generell möchte ich mehr "nach der alten Schule" Pflegen. Das Substrat ohne Geheimzutaten. Am Ende braucht es Licht, Wasser, Luftbewegung, Dünger & ein angepasstes Substrat, kein Hexenwerk. 

Auch wenn derzeit, speziell Morgens, noch leichte Fröste sind, so nehme ich das Risiko aus Erfahrung in Kauf. Oft ist der Frost nur kurzzeitig, die Pflanzen sind einigermaßen geschützt (bei eventuellen Temperaturen unter -3 Grad würde ich mit einer Noppenfolie arbeiten) und letztenendes sind es immernoch Hochlandkakteen, die mit kurzzeitig kalten Temperaturen recht gut umgehen können.

Zum Abschluss dieses Artikels noch 3 Bilder, die in einer kleinen faltenbaren Fotobox geknipst worden sind:

Rebutia senilis Rose of York

Aylostera diersiana








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